Definition und Entwicklung sozialer Medien
Soziale Medien bezeichnen digitale Plattformen, die es Menschen ermöglichen Inhalte zu erstellen, Informationen auszutauschen und miteinander zu kommunizieren, sowie soziale Beziehungen über das Internet aufzubauen und zu pflegen. Sie sind im Unterschied zu klassischen Medien wie Zeitung, Fernsehen und Radio durch Interaktivität und Beteiligung der Nutzenden geprägt. Dadurch wird der Nutzer zu einem Prosumer, also jemand der nicht nur Inhalte konsumiert, sondern gleichzeitig auch produziert.
Seit den 2000er-jahren haben sich soziale Medien, durch entstandene Plattformen, bei denen Nutzende eigene Inhalte veröffentlichen können, vom statischen Internet („Web 1.0“) zum interaktiven Internet („Web 2.0“) entwickelt. Durch Plattformen wie Instagram oder TikTok, welche zur visuellen Selbstdarstellung dienen und kurze Videoinhalte und algorithmische Empfehlungssysteme beinhalten, verändern soziale Medien nicht nur die Kommunikation, sondern auch die Selbstwahrnehmung, Beziehungen, Informationsverhalten und gesellschaftliche Normen. Für jugendliche ist die Nutzung sozialer Medien ein wichtiger Bestandteil ihrer Lebenswelt. Für sie funktionieren sie als Kontaktpflege zu Freunden, Zugehörigkeit zu Gruppen und Identitätsentwicklung, sowie als Unterhaltung und Informationsbeschaffung. Während die digitale Kommunikation zunehmend persönliche Begegnungen ergänzt, entstehen aber auch neue Herausforderungen für Jugendliche. Dazu gehören der ständige Vergleich mit anderen, Leistungsdruck und „Fear of Missing Out“ (FOMO), also die Angst etwas zu verpassen
